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Anfang 2002 ha be ich die Nachfolge von meinem Trainer Franz Bartl im Amt des Landestrainers für Formen in Bayern angetreten. Zielsetzung war es für mich von Anfang an, die bisher geleistete Aufbauarbeit konsequent weiterzuführen und auszuweiten. Zu meinen Aufgaben zählten u.a. folgende Bereiche:
- Training und Betreuung des Landeskaders Technik
- Turnierbeobachtung im In- und Ausland
- Talentsichtung und -förderung vor allem im Jugendbereich
- Unterstützung des Kampfrichterwesens in der Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter
- Unterstützung des Lehrwesens bei der Trainerausbildung
- Unterstützung des Jugend- und Breitensportbereiches bei Lehrgängen
- Unterstützung bei der Prüferweiterbildung
- Unterstützung der Vereinstrainer
Durch diese Vielzahl an Wirkungsgebieten ist es mir und meinen Kollegen im Verband gelungen, das Niveau der bayerischen Formensportler gerade im Nachwuchsbereich spürbar anzuheben. Die Poomsaeläufer der BTU konnten sich zuletzt im nationalen Vergleich zur Spitzengruppe unter den Landesverbänden zählen. Auch wenn die Arbeit oftmals sehr viel Engagement und Zeit erforderte, so erfüllten mich die Erfolge meiner Sportler dennoch mit Stolz und ich empfand oftmals eine ebenso tiefe Befriedigung als zu den Zeiten, als ich selber noch aktiv war.
Im Frühjahr 2009 kam es dann allerdings zum Bruch, als der Vizepräsident Breitensport/Technik seine Fähigkeiten in Sachen Coaching überschätzte und sich bei der Betreuung einer Kadersportlerin auf einem Ranglistenturnier durchsetzen wollte. Das konnte und wollte ich zum Wohle der jungen Sportlerin nicht akzeptieren und der Streit darüber führte dann letztendlich zu meiner Kündigung. Zurückblickend kann ich aber sagen, dass ich jederzeit wieder so handeln würde, da das persönliche Wohlergehen der Sportler über den Machtinteressen von Funktionären zu stehen hat.
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