Formensysteme |
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Aufgrund der historischen Entwicklung des Taekwondo sowie verbandspolitischer Interessen gibt es heute verschiedene Formensysteme, die in den großen Verbänden gelehrt und praktiziert werden.
Im Bereich der kleineren Verbände Deutscher Taekwondo Bund DTB, Traditioneller Taekwondoverband TTV, Kwon Jae-Hwa, zahllosen Einzelvereinen und Sportschulen werden entweder die ursprünglich 20 Hyong des Generals Choi Hong Hi bzw., nach Entwicklung weiterer vier Formen 1972 bis 1974, die 24 Hyong des Generals Choi Hong Hi (mit veränderter Reihenfolge) gelehrt. Im Bereich der Deutschen Taekwondo Union (DTU) werden in den angeschlossenen Vereinen und Sportschulen seit 1995 nur die 17 Poomsae der Südkoreaner (WTF) gelaufen (andere Kommando-Sprache, andere Ausholtechniken, usw.). Vorher waren Hyong und Poomsae in der DTU gleichberechtigt. Auf Verlangen der WTF wurden ab 1996 keine Hyong mehr für Prüfungen und Wettkampf zugelassen. Die Poomsae bestehen aus den 8 Taeguks für die Schüler und den 9 Poomsae für die Meister. Zum System der Poomsae gehören auch noch die 8 Palgwae, die zeitlich vor den Taeguks entwickelt worden und dann später durch diese ersetzt worden sind. Leider werden die Palgwae nur noch von Wenigen praktiziert und sind daher in Deutschland fast ausgestorben. Im Bereich der Deutschen Internationalen Taekwondo Förderation D-ITF werden in den angeschlossenen Vereinen und Sportschulen die 24 Tul des Generals Choi Hong Hi und seiner ITF gelaufen. Diese sind von den Namen, Techniken und Diagrammen, bis auf einige Ausnahmen, mit den 24 Hyong identisch werden aber mit anderen Bewegungsrhythmen (d.h. nach anderen Bewegungsprinzipien) und mit anderer Atemtechnik gelaufen. Dazu kommen inzwischen drei unterschiedliche koreanische Taekwondo-Fachsprachen und unterschiedliche Zielsetzungen was Taekwondo ist und was man damit erreichen will. (Quelle: Hans-Jürgen Sobota (mit kleineren Ergänzungen), der Originaltext kann hier nachgelesen werden) |

