Entstehung der Poomsae |
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Für mich als Poomsae-Trainer stellte sich natürlich irgendwann einmal die Frage nach der Entstehung der Poomsae. Leider konnte ich bisher im Internet und in den mir zur Verfügung stehenden Büchern nur wenig Informatives über diese Entwicklung finden. Einzig hilfreich waren mir die Lehrunterlagen von Hans-Jürgen Sobota sowie Aussagen von hochrangigen Taekwondo-Trainern aus den USA, die offensichtlich noch Kontakt zu entsprechenden koreanischen Quellen haben.
Der nachfolgende Aufsatz von Rudi Grasser gibt eine gute Übersicht hierzu.
Rudi Grasser
zur Entstehung der Poomse Im heutigen Südkorea versteht man unter "Poomse"
Nach zwei Jahren waren die Palgwe- und Yudanja-Formen dann fertig. Diese wurden dann auch ab dem 30.11.1967 in den Kwans der KTA gelehrt. Die Personen, die daran beteiligt waren, sind:
Die Taeguk-Formen wurden später erarbeitet, als Unterstützung traten hier noch folgende Personen den Komitee hinzu: Bae Young Ki (Ji Do Kwan) und Han Yong Tae (Mu Do Kwan). Das ganze wurde natürlich auch beaufsichtigt und zwar von Lee Chong Woo. Schließlich wurden die Taeguk-Formen von Park Hae Man im Chung Do Kwan Dojang in Yong San überarbeitet und zu Ende gebracht. Dies soll 4 Tage beansprucht haben und im Jahre 1969 gewesen sein. Während dieser vier Tage schrieb Im Chang Soo die Taeguk nieder um sie in ein Buch zu fassen. Im Chang Soo war Park Hae Man für diese Zeit unterstellt, für administrative Aufgaben. Leider machte dieser viele Fehler bei den Aufzeichnungen. Dieses führte zum Ärger aller Beteiligten zu einem sehr fehlerhaften Buch über die Poomse-Formen, das 1972 gedruckt wurde. Als man die Fehler entdeckte konnte man das Buch nicht mehr neu drucken, es wäre zu umständlich und teuer gewesen. Man hatte hier noch keine PC´s zur Verfügung, die man hätte einsetzen können.
So existierte nun jenes erste Poomse-Buch (Taekwondo Kyobon). Es enthält 25 Poomse (8 Palgwe, 8 Taeguk und 9 Yudanja-Formen). Quelle: Hans Jürgen Sobota
Nach dem die verschiedenen Kwan-Stile unterschiedliche Formen liefen, war es notwendig ein einheitliches Formensystem zu schaffen mit dem alle Kwans arbeiten konnten. Zunächst wurden die Palgwae und die Yudanya-Formen (Koryo bis Ilyo) entwickelt. Interessant hierbei ist, das die in dem System enthaltene Koryo sich komplett von der Version unterscheidet, die wir heute kennen. Diese ursprüngliche Fassung (Koryo I) wird heute noch in Australien und Neuseeland gelaufen. Die Palgwae wiederum wiesen keinen "roten Faden" auf, ausserdem gab es auch hier wieder Technikvarianten. Ein weiteres Manko war, dass sie ohne die Beteiligung von Vertretern des Ji Do Kkwan und Moo Do Kwan entwickelt wurden. Aus diesen Gründen vermutlich wurden sie 1972 durch die Taeguks ersetzt und auch die Koryo II eingeführt. Dieses System wird seit 1973 einheitlich in der WTF gelehrt und praktiziert. Als 1994 feststand, dass Taekwondo olympische Disziplin wird, drängte die WTF massiv ihre Mitgliedsländer dazu, ebenfalls nur noch ausschliesslich das System der Poomsae zuzulassen. Somit wurden die Hyong-Formen aus der DTU verdrängt und nach einer Übergangszeit nur noch die Poomsae zu Prüfungen und Meisterschaften zugelassen. |

