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Paulchen

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Mein Kater Paulchen erblickte vermutlich irgendwann im Oktober 2001 das Licht der Welt. Doch dann wurde er im eisigen Dezember anscheinend auf der Straße in Tegernsee ausgesetzt. Zum Glück wurde er gefunden und ins Tierheim gebracht. Eigentlich wollte ich ja keine schwarze Katze, aber meine damalige Freundin Nathaly sagte nur: "Schau mal, wie süß".
Er war gerade mal eine Handvoll und total verängstigt. Wir haben ihn nach viel Überredungskunst drei Tage vor Weihnachten von der Tierheimleiterin entgegen aller Gepflogenheiten bekommen. Die erste Zeit hat er sich nur unter dem Badezimmerschrank verkrochen (Fußbodenheizung...). Aber dann hat er doch Zutrauen gefasst (der Hunger, hehehe...) und langsam sein neues Zuhause erobert.

Sein Name lautetete eigentlich Paul, aber da er die ersten Monate eher schmächtig geblieben war, blieb ihm auch sein Spitzname bis heute. Alternativ wurde er von mir auch "Dicker" oder "Ratte" genannt, was ihn aber anscheinend nicht weiter gestört hat. Seitdem ist er mir wie ein Freund ans Herz gewachsen, auch wenn er nicht viel mehr gemacht, als fressen, schlafen und draußen herumzustreunen. Aber mehr verlangte er ja nicht. Falsch! Er genoss es wie jede Katze gekrault und gestreichelt zu werden.

Es war beruhigend, ihm zuzusehen. Er verlangte von mir nicht mehr als regelmäßig Futter und ein warmes Plätzchen zum Schlafen. So gesehen liebte er (fast) bedingungslos. Er lehrte Bescheidenheit.

Ich habe früher einmal geschrieben "Ich kann mir ein Leben ohne ihn kaum mehr vorstellen...". Doch es kam wie es kommen musste und Anfang Mai 2007 wurde Paulchen ein Opfer des Straßenverkehrs. Ich vermisse ihn!

 

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